Baileys Kampf gegen Allergien ist oft schwer zu erkennen, besonders wenn die Symptome vielfältig sind und die Ursachen nicht auf der Hand liegen. Unser Hund Bailey, ein treuer Tierschutzhund, hat uns genau vor diese Herausforderung gestellt. Es war ein langer Prozess voller Überraschungen, bis wir herausfanden, auf wie viele Dinge Bailey allergisch reagierte. Doch mit Geduld, Forschung und Anpassungen konnten wir ihr Leben nachhaltig verbessern. Hier ist Baileys Geschichte.
Bailey war von Anfang an ein lebhafter und liebevoller Hund. Doch irgendwann fiel uns auf, dass sie sich oft kratzte – vor allem an den Ohren und Pfoten. Ihre Haut zeigte rote Stellen, und sie hatte immer wieder Verdauungsprobleme wie Durchfall und Blähungen. Besonders auffällig: Nach Spaziergängen, vor allem auf Wiesen, war Bailey oft extrem erschöpft. Sie wirkte ausgelaugt, obwohl wir die gleiche Zeit draußen waren wie immer.
Zuerst schoben wir die Symptome auf Stress. Als Tierschutzhund hatte Bailey eine schwierige Vergangenheit, und wir dachten, dass die Anpassung an ihr neues Zuhause Zeit brauchen würde. Doch die Probleme wurden schlimmer, und es war klar, dass wir handeln mussten.
Nach einiger Recherche entschieden wir uns, einen Allergietest durchführen zu lassen – allerdings nicht beim Tierarzt, sondern über eine spezialisierte Firma, die wir online gefunden hatten. Der Ablauf war denkbar einfach:
◉ Wir bekamen ein Testkit zugeschickt.
◉ Von Bailey entnahmen wir eine kleine Menge Haare und eine Blutprobe und schickten diese ein.
◉ Die Ergebnisse kamen innerhalb weniger Tage – und sie waren umfangreicher, als wir erwartet hatten.
Bailey war nicht nur auf eine Sache allergisch, sondern auf eine ganze Liste von Dingen. Dazu gehörten:
◉ Getreide: Besonders Weizen und Gerste, die in vielen Futtermitteln enthalten sind.
◉ Gemüse: Äpfel und Pastinaken – Lebensmittel, die wir ihr oft gaben, weil wir sie für gesund hielten.
◉ Öle: Vor allem Rapsöl, eine gängige Zutat in Hundefutter.
◉ Pollen: Gräser und Blütenpollen , die in Deutschland besonders in der Blütezeit allgegenwärtig sind.
◉ Zusätze: Sogar einige künstliche Konservierungsstoffe, die in Snacks und Fertigfutter enthalten waren.
Die Diagnose erklärte viele der Probleme, die Bailey hatte. Der Juckreiz, die Verdauungsprobleme und ihre ständige Erschöpfung nach Spaziergängen – all das war auf ihre Allergien zurückzuführen. Jetzt wussten wir endlich, was los war, und konnten beginnen, gezielte Maßnahmen zu ergreifen.
Der erste und wichtigste Schritt war eine vollständige Umstellung ihrer Ernährung. Wir entschieden uns gegen fertige hypoallergene Futtersorten und bereiteten stattdessen ihre Mahlzeiten selbst zu.
◉ Fleisch: Hühnchen, Innereien und Fisch, je nach Verfügbarkeit.
◉ Gemüse: Karotten, Zucchini und Kürbis (keine Pastinaken!).
◉ Kohlenhydrate: Kartoffeln und Süßkartoffeln, da sie besser verträglich sind als Reis.
◉ Öle: Hochwertiges Kokosöl oder Lachsöl als Fettquelle.
Wir stellten sicher, dass Baileys Futter alle wichtigen Nährstoffe enthielt, und ergänzten ihre Mahlzeiten mit Vitaminen und Mineralstoffen. Seit dieser Umstellung gehören Verdauungsprobleme der Vergangenheit an.
Neben den Nahrungsmittelallergien machten uns die Umweltallergien besonders zu schaffen. In Deutschland, wo Wiesen und Felder allgegenwärtig sind, war es nahezu unmöglich, Gräserpollen vollständig zu vermeiden.
◉ 1. Pfotenpflege nach Spaziergängen: Nach jedem Ausflug reinigten wir Baileys Pfoten mit einem feuchten Tuch, um Pollenreste zu entfernen.
◉ 2. Bürsten des Fells: Während der Pollenzeit bürsteten wir Bailey regelmäßig, um Allergene aus ihrem Fell zu entfernen.
◉ 3. Spaziergänge anpassen: Wir vermieden Wiesen und Felder so weit wie möglich und wählten stattdessen Wege auf Asphalt oder im Wald.
◉ 4. Luftreiniger zu Hause: Um Pollenbelastungen in der Wohnung zu reduzieren, nutzten wir einen Luftreiniger.
Trotz dieser Maßnahmen blieb die Pollenzeit eine Herausforderung. Doch durch die Kombination dieser Strategien ging es Bailey deutlich besser.
Natürlich lief nicht alles reibungslos. Einmal schnappte sich Bailey einen heruntergefallenen Apfel aus der Küche – die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Sie hatte Durchfall und war sichtlich unruhig. Solche Rückschläge erinnern uns daran, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben.
Auch Spaziergänge während der Blütezeit waren nicht immer vermeidbar. An besonders schlimmen Tagen zeigten sich bei Bailey dennoch Symptome wie Juckreiz und Erschöpfung.
Ein unerwarteter Wendepunkt kam, als wir nach Spanien zogen. Hier sind die Belastungen durch Gräser und Blütenpollen weniger stark, und die trockenere Luft scheint Bailey gutzutun. Außerdem haben wir Spaziergänge in Regionen gewählt, die weniger von Gräsern dominiert sind.
Seitdem wirkt Bailey deutlich entspannter und fitter. Sie genießt ihre Ausflüge wieder, ohne danach erschöpft zu sein, und ihre Hautprobleme sind so gut wie verschwunden.
Baileys Geschichte hat uns gezeigt, dass Allergien zwar eine Herausforderung sein können, aber kein Grund zur Verzweiflung sind. Mit Geduld, Anpassungen und ein wenig Kreativität haben wir es geschafft, ihr Leben zu verbessern.
Wichtig ist, die Symptome ernst zu nehmen und den Ursachen auf den Grund zu gehen. Ein umfassender Allergietest kann der Schlüssel sein, um die richtigen Maßnahmen zu finden – so wie bei Bailey. Heute ist sie ein glücklicher, gesunder Hund, der das Leben wieder in vollen Zügen genießen kann.
Glückliche Hunde, glückliches Leben – teile diesen Beitrag mit deinen Freunden, hinterlasse uns deine Erfahrungen in den Kommentaren und bleib dabei, um keine Tipps für ein glückliches Hundeleben zu verpassen!
Eure Bailey und ihr Frauchen.
Wir sind zwei deutsche Auswanderer und auf emigres-life nehmen wir Dich mit auf unsere Reise in ein neues Leben.
In unserem Projekt schwingt das Pendel meist in Richtung stressig oder chaotisch und weniger in Richtung tiefenentspannt.
Wenn du also wissen willst, in welches Fettnäpfchen wir als nächstes treten oder welche Hürden vor uns liegen und wie wir sie überwinden, dann bleib dran.