Pfotenpflege ist ein wichtiger Aspekt der Hundehygiene, der oft übersehen wird. Viele Hundebesitzer wissen, dass die regelmäßige Fellpflege notwendig ist, aber das Fell zwischen den Pfoten wird oft vernachlässigt. Dieses scheinbar unbedeutende Detail kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes haben. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum langes Fell zwischen den Pfoten problematisch sein kann, welche Gefahren damit verbunden sind und welche Maßnahmen du als Hundebesitzer ergreifen solltest, um dein Haustier zu schützen.
Langes Fell zwischen den Pfoten neigt dazu, sich schnell zu verfilzen und zu verknoten. Beim Laufen, Springen oder Graben werden diese Haare ständig beansprucht. Verfilzungen ziehen unangenehm an der empfindlichen Haut deines Hundes und können zu Hautirritationen oder sogar Entzündungen führen. Im schlimmsten Fall ist ein Besuch beim Tierarzt nötig.
Die natürlichen Pfotenpolster deines Hundes sorgen für sicheren Halt. Wird dieser Bereich jedoch durch langes Fell verdeckt, steigt die Rutschgefahr auf Fliesen, Laminat oder Parkett. Besonders für ältere Hunde oder Hunde mit Gelenkproblemen kann das gefährlich werden.
Das Fell zwischen den Pfoten wirkt wie ein Magnet für Schmutz, Schlamm, kleine Steine und Dornen. Diese Fremdkörper können Schmerzen verursachen oder sogar in die Haut eindringen, was zu Infektionen führt. Gerade nach Spaziergängen lohnt sich ein kurzer Check!
Im Winter sammelt sich schnell Schnee und Eis im langen Fell und bildet schmerzhafte Eisklumpen. Diese können die Bewegung deines Hundes einschränken und sogar zu Erfrierungen führen.
Bei langhaarigen Rassen verfangen sich schnell Fäkalien oder Urin im Fell, was zu unangenehmen Gerüchen und Hautreizungen führen kann. Eine schlechte Pfotenhygiene erhöht das Risiko für Hautinfektionen erheblich.
Feuchtigkeit, Schmutz und andere Substanzen, die sich im Fell festsetzen, können zu bakteriellen Infektionen oder Hautirritationen führen. Ständiges Lecken an den Pfoten, um das Unbehagen zu lindern, kann das Problem verschlimmern.
Zu viel Fell zwischen den Pfotenballen kann das Gefühl des Hundes für den Boden beeinträchtigen und das Laufen und Gehen unangenehm machen. Dies kann die Beweglichkeit einschränken, insbesondere auf unebenem Terrain.
Das Fell kann sich verheddern oder in etwas festhängen, was zu Verletzungen führen kann. Eine eingeschränkte Beweglichkeit durch verfilztes Fell erhöht zudem das Risiko von Verstauchungen oder Muskelzerrungen.
Um die oben genannten Risiken zu minimieren, solltest du als Hundebesitzer einige einfache, aber effektive Pflegemaßnahmen in euren täglichen oder wöchentlichen Pflegeroutinen aufnehmen:
Das regelmäßige Trimmen des Fells zwischen den Pfoten ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die du als Hundebesitzer ergreifen kannst. Indem sie das Fell kurz halten, verhindern sie, dass es sich verheddert, verfilzt oder zu einer Rutschgefahr wird. Das Trimmen kann zu Hause mit einer kleinen, stumpfen Schere erfolgen, aber viele Hundebesitzer ziehen es vor, einen professionellen Hundefriseur damit zu beauftragen, um sicherzustellen, dass das Trimmen sicher und effektiv durchgeführt wird.
Es ist wichtig, die Pfoten deines Hundes regelmäßig zu kontrollieren, besonders nach Spaziergängen oder Spielzeiten im Freien. Besitzer sollten nach Fremdkörpern wie kleinen Steinen, Dornen oder Glasscherben suchen und diese sofort entfernen. Eine regelmäßige Reinigung der Pfoten mit einem feuchten Tuch hilft, Schmutz und Bakterien zu entfernen, die sich im Fell festgesetzt haben könnten.
Besonders im Winter kann Pfotenwachs helfen, die Pfoten zu schützen. Pfotenwachs bildet eine schützende Barriere auf den Pfoten, und verhindert, dass Schnee, Eis und Streusalz an den Pfoten haften bleiben. Als Option können auch Hundeschuhe verwendet werden, um die Pfoten zu schützen, insbesondere bei extremer Kälte oder auf sehr rauem Terrain. Schau doch mal bei DIY Pfotenbalsam für Hunde rein.
Um Verfilzungen zu vermeiden, ist es wichtig, das Fell zwischen den Pfoten regelmäßig zu bürsten. Ein Entfilzungskamm oder eine spezielle Bürste für die Pfotenhaare kann dabei helfen, Verfilzungen zu lösen und das Fell in einem guten Zustand zu halten. Regelmäßiges Bürsten hält nicht nur das Fell sauber, sondern hilft auch dabei, den Hund an die Pfotenpflege zu gewöhnen, was die Pflege in der Zukunft erleichtert.
Nach Spaziergängen, insbesondere bei nassem oder schmutzigem Wetter, ist es wichtig, die Pfoten gründlich zu reinigen und vollständig zu trocknen. Dies hilft, das Risiko von Infektionen und Hautreizungen zu minimieren. Das Abwischen mit einem sauberen, trockenen Tuch oder das Abspülen mit lauwarmem Wasser entfernt Schmutz, Salz und Chemikalien und hält die Pfoten sauber und gesund.
Obwohl regelmäßige Pfotenpflege viele Probleme verhindern kann, gibt es Situationen, in denen ein Tierarztbesuch notwendig sein könnte. Wenn der Hund Anzeichen von Schmerzen zeigt, häufig an seinen Pfoten leckt oder beißt, Lahmheit zeigt oder sichtbare Wunden, Schwellungen oder Rötungen an den Pfoten hat, sollte ein Tierarzt konsultiert werden. Diese Symptome könnten auf ernsthafte Probleme wie Infektionen, eingewachsene Haare oder Verletzungen hinweisen, die eine professionelle Behandlung erfordern.
Die Pfotenpflege deines Hundes ist kein Luxus, sondern ein wichtiger Teil der Hundehygiene. Mit regelmäßigem Trimmen, Bürsten und Kontrollieren der Pfoten kannst du viele Probleme verhindern. Dein Hund wird es dir danken – mit mehr Lebensfreude und Bewegungsfreiheit!
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Eure Bailey und ihr Frauchen.
Wir sind zwei deutsche Auswanderer und auf emigres-life nehmen wir Dich mit auf unsere Reise in ein neues Leben.
In unserem Projekt schwingt das Pendel meist in Richtung stressig oder chaotisch und weniger in Richtung tiefenentspannt.
Wenn du also wissen willst, in welches Fettnäpfchen wir als nächstes treten oder welche Hürden vor uns liegen und wie wir sie überwinden, dann bleib dran.