Es ist März, die Sonne kitzelt einem die Nase, und die Finger jucken – nein, nicht wegen Pollen, sondern weil es endlich wieder losgeht: Gartenarbeit im Frühling! Für uns als Auswanderer war das Gärtnern in Spanien erstmal eine kleine Umstellung. Klar, wir wussten, dass hier einiges anders läuft – aber dass unser Tomatenanbau schon im März durchstartet, während in Deutschland gerade mal die Handschuhe angezogen werden? Überraschung!
In diesem Beitrag nehme ich dich mit in unseren Garten – einmal durch die Jahreszeiten in Spanien und im Vergleich zu Deutschland. Du bekommst einen Überblick über die Aussaat im März und April, Tipps für die Gartenarbeit im Frühling, und natürlich gibt es ein bisschen Humor dazu. Denn wer jemals versucht hat, in spanischem Boden Radieschen zu ziehen, weiß: Das Leben ist zu kurz für schlechten Kompost.
Deutschland
In Deutschland ist es wichtig, den richtigen Standort für deine Pflanzen zu wählen, besonders im Frühling, wenn das Wetter noch unbeständig ist. Der ideale Standort für die meisten Gemüsearten ist eine halbschattige Stelle im Garten. Direktes Sonnenlicht ist super, aber es sollte nicht zu viel Feuchtigkeit geben, besonders wenn der Frühling regnerisch wird. Ein bisschen Sonne hilft, aber zu viel Regen ist nicht gerade der beste Freund von Gemüse wie Tomaten oder Paprika.
Spanien
In Spanien ist es eine ganz andere Geschichte! Hier brauchen Pflanzen unbedingt Schatten, besonders in den heißeren Regionen. Wir haben unseren Komposter unter einem Baum positioniert, um die Pflanzen vor der direkten Sonne zu schützen. Wenn du in einem heißen Klima wie diesem gärtnerst, kann zu viel Sonne für die jungen Pflänzchen fatal sein, sie vertrocknen dann schneller als dir lieb ist. Also: Schatten ist hier ein Muss, wenn du nicht in einem Wüstengarten landen willst!
Die Aussaatzeit beginnt hier in Spanien früher als in Deutschland. Während unsere Freunde im März in der Heimat noch bibbern und den Gartenkalender eher als Wunschzettel nutzen, stehe ich hier in der Sonne – mit einer Gießkanne in der einen, und einem Saatgutpäckchen in der anderen Hand.
Hier an der spanischen Küste (Costa Blanca, Costa del Sol und Co.) kannst du im März schon richtig Gas geben. Die Bodentemperaturen liegen oft über 12 Grad – das heißt: perfekte Bedingungen für wärmeliebende Pflanzen!
◉ Tomaten (meine persönlichen Stars im Garten)
◉ Paprika
◉ Chili
◉ Zucchini
◉ Auberginen
◉ Basilikum
Und wer es eilig hat: Radieschen und Salat wachsen hier in Windeseile. Innerhalb von drei Wochen kannst du dir schon das erste Schüsselchen aus dem eigenen Beet gönnen. Ja, da wird sogar der Hund neidisch!
Ab April wird es richtig voll im Beet! Jetzt setzen wir Gurken, Melonen (ja, Melonen!!), Mais und Bohnen. Die Nächte sind mild genug, sodass du auch empfindlichere Pflanzen ins Freiland setzen kannst.
🔍 Geheimtipp 🔍
Süßkartoffeln wachsen hier fantastisch! In Deutschland ist das eher ein schwieriges Unterfangen, es sei denn, du hast ein beheiztes Gewächshaus im Garten stehen.
In Deutschland beginnt die Aussaat im März meistens drinnen auf der Fensterbank oder im Frühbeet. Die Bodentemperaturen draußen sind oft noch zu frisch – das weiß jeder, der jemals versucht hat, im März Karotten ins Beet zu bringen und dann wochenlang auf die Keimung wartet.
◉ Radieschen (die Klassiker für Ungeduldige)
◉ Spinat
◉ Erbsen
◉ Zwiebeln (Steckzwiebeln funktionieren super)
◉ Frühkartoffeln (unter Vlies oder im Hochbeet)
◉ Tomaten
◉ Paprika
◉ Chili
◉ Kohlrabi
Ab April kannst du in Deutschland endlich loslegen – aber bitte mit Vorsicht. Die Eisheiligen sind nicht zu unterschätzen! Ein plötzlicher Kälteeinbruch kann dir schnell die kleinen Pflänzchen ruinieren.
◉ Salate
◉ Karotten
◉ Mangold
◉ Rote Bete
◉ Zuckerschoten
Und wer mutig ist: Zucchini kannst du ab Mitte/Ende April ins Beet setzen – aber immer mit dem Wetterbericht im Blick!
Deutschland
Das Thema Bewässerung ist in Deutschland im Frühling eine Frage der richtigen Balance. Regen ist super für die Pflanzen, aber nicht jedes Gemüse liebt Dauerregen. Deshalb helfen wir mit einer Tröpfchenbewässerung oder einem Regensammelbehälter aus, um den Pflanzen gleichmäßige Feuchtigkeit zu geben, ohne sie zu ertränken.
Spanien
Die Bewässerung in Spanien ist ein anderes Kapitel. Hier in Spanien müssen wir uns die Tröpfchenbewässerung wirklich gut überlegen, weil der Sommer unglaublich heiß werden kann. Während der Frühling noch recht mild ist, wissen wir jetzt schon, dass wir spätestens im Juni ständig die Bewässerungssysteme kontrollieren müssen, um keine vertrockneten Pflanzen zu riskieren. Ein effizienter Wasserverbrauch ist hier unerlässlich.
Deutschland
Wetterkapriolen deluxe. Sonne, Regen, Frost – alles an einem Tag möglich. Vorteil: Die Böden sind oft humusreicher und brauchen weniger Wasser.
Spanien
Viel Sonne, wenig Regen – ideal für mediterranes Gemüse. Aber: Gießen ist das A und O! Wir haben eine Tröpfchenbewässerung installiert, sonst stehst du im Sommer mit Sonnenbrand und Gartenschlauch da.
Deutschland
Meist schwerere Böden, mehr Nährstoffe. Aber: Schneckenalarm! In Spanien haben wir kaum Schnecken, in Deutschland? Da kannst du ihnen Namen geben, so oft sie deine Salatköpfe heimsuchen.
Spanien
Häufig sandige oder steinige Böden. Ohne Kompost oder gute Erde geht da nix. Mein Tipp: Lokale Pferdemist-Deals abklappern! Die Bauern hier sind oft hilfsbereit – ein freundliches Lächeln wirkt Wunder.
Hier gehts zum Blogbeitrag Kompostieren
Deutschland
Späte Fröste und zu viel Nässe. Da fault dir gern mal die Wurzel weg, wenn du Pech hast.
Spanien
Hitze und Wassermangel. Außerdem die weiße Fliege – dieser kleine Nervgeist liebt Tomaten und Paprika genauso wie wir.
Egal ob du in Spanien oder Deutschland bist: Ein guter Gartenplan spart dir Chaos! Welche Pflanzen wohin? Mischkultur oder Reihenanbau?
Gönn deinem Boden einen kleinen Check-up. PH-Wert messen, Bodenstruktur prüfen. In Spanien mischen wir fast überall Kompost unter – in Deutschland hilft oft Sand, um schwere Böden lockerer zu machen.
In Spanien funktionieren mediterrane Gemüsesorten besser. In Deutschland lohnen sich robuste, kälteresistente Sorten. Schau immer, ob du sortenfestes Saatgut bekommst – damit kannst du im nächsten Jahr selbst Samen gewinnen!
In Spanien ohne Bewässerung? Viel Spaß! In Deutschland kann das Frühjahr trocken sein – denk also auch dort ans Gießen. Einmal morgens, einmal abends reicht meist. Und: Lieber seltener, dafür durchdringend gießen.
Egal, ob du in der Sonne Spaniens oder im wechselhaften Deutschland dein Gemüse ziehstGartenarbeit im Frühling ist pure Freude – und manchmal auch pure Arbeit! Aber es lohnt sich. Wenn ich im Mai meine ersten Tomaten pflücke (und in Deutschland die Freunde noch ihre Jungpflanzen ins Beet setzen), weiß ich: Das war der richtige Schritt.
Mit Liebe gemacht ist halb gewonnen! Schreib mir in die Kommentare, wie dein Projekt lief – auch wenn’s schief ging! 🤭 Für mehr DIY-Ideen rund ums Auswandern, Hundeleben und nachhaltiges Wohnen bleib am Ball!
Deine Steffi & Marius
Wir sind zwei deutsche Auswanderer und auf emigres-life nehmen wir Dich mit auf unsere Reise in ein neues Leben.
In unserem Projekt schwingt das Pendel meist in Richtung stressig oder chaotisch und weniger in Richtung tiefenentspannt.
Wenn du also wissen willst, in welches Fettnäpfchen wir als nächstes treten oder welche Hürden vor uns liegen und wie wir sie überwinden, dann bleib dran.