Unsere Reise zur Hundeadoption begann mit dem Wunsch, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben – und führte uns zu Bailey, die unser Leben auf eine Weise bereichert hat, die wir nie für möglich gehalten hätten.
In diesem Beitrag erzählen wir euch, wie unsere Reise zur Hundeadoption begann, welche Herausforderungen wir dabei gemeistert haben und wie Bailey unser Leben auf unvergessliche Weise bereichert hat.
Zuerst erzähle ich dir unsere Geschichte 😋. Schon lange hatten wir den Wunsch, einen Hund zu adoptieren. Doch unser damaliger Lebensstil passte einfach nicht zu diesem Vorhaben. Eine kleine Stadtwohnung, zwei Vollzeitjobs mit Überstunden – all das ließ uns zögern. Doch dann änderte sich alles: Ein Umzug in unser eigene Wohnung mit Garten, ein neuer Job mit festen Arbeitszeiten und die Pandemie, die uns ins Homeoffice schickte. Plötzlich schien der richtige Zeitpunkt gekommen!
Obwohl wir kaum eigene Erfahrung mit der Hundeerziehung hatten, waren wir mit Hunden im Umfeld groß geworden. Für uns stand fest: Kein teurer Rassehund, sondern ein Hund aus dem Tierheim oder von einer Tierschutzorganisation sollte es sein. Also begannen wir unsere Suche nach einem passenden Vierbeiner.
Eines Tages stießen wir auf eine Anzeige einer Tierschutzorganisation. Der Hund war zwar schon vermittelt, doch die engagierte Tierschützerin zeigte uns weitere Schützlinge. Als wir das Bild unserer kleinen Bailey sahen, war es um uns geschehen! Ohne sie persönlich getroffen zu haben, wussten wir: Sie ist es!
Unter normalen Umständen würden Vermittler aus Tierschutzorganisationen persönlich die Menschen und ihre Lebenssituationen vor Ort kennenlernen. Doch in der Pandemie lief alles digital ab:Telefonate,Messenger-Nachrichten, ein Video von uns und unserer Wohnung. Nach dem Ausfüllen des Bewerbungsbogens und Unterzeichnen des Tierschutzvertrags war es soweit. Der schwierigste Teil? Der Name! Doch schließlich entschieden wir uns für Bailey, inspiriert von ihrem cremefarbenen Fell.
Unsere kleine Bailey hatte es nicht leicht: Mehr als fünf Monate lebte sie auf der Straße und landete schließlich in einer Tötungsstation in Rumänien. Dank der Tierschutzgebühr wurde sie tierärztlich versorgt und bekam ihren EU-Heimtierausweis. Dann begann ihre Reise zu uns – und wir haben es nie bereut!
◉ Lebensstil und Bedürfnisse bewerten Überlege, ob ein Hund zu deinem Lebensstil passt. Hast du genügend Zeit und bist du fit genug für regelmäßige Spaziergänge bei Wind und Wetter sowie für Pflege und Training? Ein Hund ist kein Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk, sondern ein Freund, der dir in allen Lebenslagen zur Seite steht – und das 15 Jahre oder länger. Bist du bereit, die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen? Ist es in Ordnung für dich, wenn dein Hund Chaos und Unordnung in deinem Zuhause verursacht? Vor allem bei Welpen, die noch nicht stubenrein sind, kann häufig etwas daneben gehen. Außerdem erkunden Welpen ihre Welt mit der Schnauze, was bedeutet, dass sie gerne an Gegenständen kauen und schnüffeln. Dein Hund wird, je nach Rasse, mehr oder weniger haaren und Schmutz von draußen mitbringen. Wenn du diese Fragen mit „JA“ beantworten kannst, erkundige dich, ob du einen Hund in deiner Wohnung halten darfst. Überprüfe auch, ob es in deiner Nähe genügend Grünflächen für erholsame Spaziergänge gibt.
◉ Urlaubsplanung: Analysiere dein eigenes Urlaubsverhalten. Wenn du viel reist, prüfe, ob dein Hund dich begleiten kann. Bist du bereit, deine Reiseziele gegebenenfalls an die Bedürfnisse deines Hundes anzupassen? Urlaub mit Hund bedeutet auch, dass die Planung umfangreicher wird. Beispielsweise solltest du einen Tierarzt oder eine Tierklinik für den Notfall recherchieren, die Einreisebestimmungen im Urlaubsland überprüfen und klären, welche Impfungen notwendig oder empfehlenswert sind. Beachte auch, dass ein Partyurlaub definitiv kein geeigneter Ort für einen Hund ist.
◉ Arbeit, Krankheit oder Urlaub ohne Hund Prüfe, ob du die Möglichkeit hast, deinen Hund im Falle von Krankheit, längeren Geschäftsreisen (wie Schulungen oder ähnlichem), Überstunden oder einem Urlaub in Südafrika von deiner Familie, deinen Verwandten oder Freunden betreuen zu lassen. Es gibt natürlich auch Tierpensionen oder Hundesitter, aber dein Hund wird es dir danken, wenn er in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann – wenn er schon ohne dich auskommen muss.
◉ Welpen Ein Welpe bedeutet für dich eine Rund-um-die-Uhr-Verantwortung. Er muss stubenrein werden, Grundkommandos lernen, sich an Gassi- und Fütterungszeiten gewöhnen, eine Bindung zu dir aufbauen und im Allgemeinen sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Außerdem musst du auf die Gefahren in der Menschenwelt achten, da Welpen ihre Welt mit der Schnauze erkunden. Dazu gehören giftige Pflanzen, Stromkabel, Biozide und vieles mehr.
◉ Allergien Erkundige dich, ob jemand in deinem Haushalt oder in der Familie eine Hundehaarallergie hat. Diese Allergie ist keine Reaktion auf die Hundehaare selbst, sondern auf Proteine, die in den Hautzellen, im Speichel oder im Urin des Hundes vorkommen. Es gibt auch Hunderassen, die für Allergiker besser geeignet sind. Dennoch sollte man diesen Umstand vor dem Kauf oder der Adoption gründlich überprüfen.
◉ Finanzielles Berücksichtige die Gesamtkosten, einschließlich des Kaufpreises oder der Adoptionsgebühr, Steuer, Ausbildung, ggf. Betreuung, Medikamente, Erstausstattung, Tierarztkosten, Futter, Pflegeprodukte und ggf. Versicherungen.
◉ Tierheim, Tierschutz oder Züchter Die Wahl zwischen einem Hund aus dem Tierheim/ Tierschutz und einem Hund von einem Züchter hängt von deinen persönlichen Prioritäten und Lebensumständen ab. Wenn du einen Hund adoptierst, hilfst du, ein Leben zu retten und trägst zur Reduzierung von Überpopulation bei. Ein Hund vom Züchter kann hingegen mehr Sicherheit hinsichtlich der Herkunft und Gesundheit bieten. In beiden Fällen ist es wichtig, sich gut zu informieren und sicherzustellen, dass die Entscheidung im besten Interesse des Tieres und deiner Lebenssituation getroffen wird
◉ Rasse und Art des Hundes Informiere dich über verschiedene Hunderassen und wähle eine, die zu dir passt, einschließlich Größe, Temperament und Energielevel. Oder du machst es wie wir und lässt dich auf ein Ü-Ei ein.
Einen Hund zu adoptieren ist eine große Entscheidung, aber auch eine der schönsten. Für uns war Bailey die beste Wahl. Sie hat unser Leben bereichert und uns gezeigt, wie viel Liebe ein geretteter Hund schenken kann. Hier gehts zum Beitrag Hundekauf oder Adoption & Kosten.
Wenn du auch mit dem Gedanken spielst, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben, informiere dich gründlich und sei dir der Verantwortung bewusst. Glaub uns – es lohnt sich! Viel Spaß beim Nachdenken und Planen
Glückliche Hunde, glückliches Leben – teile diesen Beitrag mit deinen Freunden, hinterlasse uns deine Erfahrungen in den Kommentaren und bleib dabei, um keine Tipps für ein glückliches Hundeleben zu verpassen!
Eure Bailey und ihr Frauchen.
Wir sind zwei deutsche Auswanderer und auf emigres-life nehmen wir Dich mit auf unsere Reise in ein neues Leben.
In unserem Projekt schwingt das Pendel meist in Richtung stressig oder chaotisch und weniger in Richtung tiefenentspannt.
Wenn du also wissen willst, in welches Fettnäpfchen wir als nächstes treten oder welche Hürden vor uns liegen und wie wir sie überwinden, dann bleib dran.