Hey Leute! 🎉 Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und die Vorfreude auf den Jahreswechsel steigt. Silvester ist eine dieser Gelegenheiten, bei denen Traditionen und Feiern im Mittelpunkt stehen – weltweit! Aber wenn du denkst, dass überall das Gleiche abläuft, dann hast du Deutschland und Spanien noch nicht erlebt. Hier trifft der deutsche Raketenwahnsinn auf das spanische Trauben-Drama, Raclette-Gelage auf Meeresfrüchte-Luxus und ein eher nüchterner 1. Januar auf bunte Paraden. Neugierig? Dann bleibt dran, wir klären euch auf!
Fangen wir mit dem Klassiker an: dem Feuerwerk. In Deutschland ist das private Feuerwerk ein absolutes Muss. Ab dem späten Nachmittag hörst du in jeder Straße erste Knaller – meist von den Nachbarskindern, die mit ihren Böllern üben. Gegen Mitternacht wird dann alles gezündet, was die örtliche Baumarktabteilung hergibt. Raketen, Batterien, Wunderkerzen – Hauptsache laut und bunt. Dabei bleibt die Sicherheit oft auf der Strecke, und am nächsten Tag sieht die Straße aus, als hätte ein kleiner Krieg stattgefunden.
In Spanien ist das Ganze deutlich entspannter. Hier gibt es zwar auch Feuerwerke, aber die werden professionell organisiert. Die Stadt übernimmt das Zünden der Raketen, und die Menschen versammeln sich auf öffentlichen Plätzen, um zuzusehen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Finger aller Beteiligten dranbleiben, sondern es spart auch Müll und Ärger mit den Nachbarn. Bonuspunkte für Spanien!
Essen ist ein zentraler Bestandteil von Silvester, und hier unterscheiden sich die beiden Länder deutlich.
In Deutschland steht oft Raclette oder Fondue auf dem Tisch – die perfekte Kombination aus Essen und Aktivität. Jeder brutzelt sich sein eigenes Pfännchen zusammen, während die Diskussion losgeht, ob das Raclette-Gerät auch dieses Jahr wieder überhitzt. Und als Nachtisch? Berliner! Die süßen Krapfen mit Marmeladenfüllung sind ein Muss. Tipp: Vorsichtig reinbeißen, falls jemand auf die Idee kam, einen mit Senf zu füllen. 😂
Spanien hingegen fährt größere Geschütze auf. Hier gibt’s keine Mini-Käseschmelze, sondern Meeresfrüchte, Schinken und Tapas. In gehobenen Haushalten landet auch mal ein ganzer Hummer auf dem Tisch. Und dazu wird natürlich Cava, der spanische Sekt, gereicht. Essen wird übrigens spät serviert – oft erst um 22 Uhr oder später. Deutsche wären da wahrscheinlich schon halb am Einschlafen.
Jetzt wird’s spannend. Um Mitternacht läuft in beiden Ländern ein Countdown – aber die Details machen den Unterschied.
In Deutschland ist der Ablauf einfach: Um Punkt 00:00 Uhr stößt man mit Sekt an, wünscht sich ein frohes neues Jahr, und dann wird geknallt, was das Zeug hält. Das dauert oft bis in die frühen Morgenstunden. Die ersten Minuten des neuen Jahres verbringt man also nicht selten mit Kopf in den Nacken, staunend über Raketen – oder fluchend, weil jemand eine Batterie direkt vor deinem Fenster gezündet hat.
In Spanien hingegen spielt das Essen eine zentrale Rolle. Während die Glocken 12 Mal schlagen, versucht jeder, 12 Trauben zu essen – eine pro Schlag. Wer’s schafft, soll Glück im neuen Jahr haben. Klingt einfach? Versuche das mal mit einem Glas Cava in der Hand, während du die Glockenschläge aus dem Fernsehen hörst. Chaos vorprogrammiert, aber genau das macht den Spaß aus!
Ein weiteres Highlight ist die Tradition des Bleigießens, das in Deutschland (wegen Umweltvorschriften) mittlerweile oft durch Wachs ersetzt wurde. Man schmilzt das Material, gießt es ins Wasser und interpretiert dann die entstandenen Formen. „Das sieht aus wie ein Herz – oder doch ein Dinosaurier?“ Die Vorhersagen fürs neue Jahr sind oft kreativer als realistisch, aber genau das macht den Charme aus.
In Spanien setzt man eher auf die Trauben und persönliche Neujahrswünsche als auf komplizierte Rituale. Manche Familien haben jedoch auch regionale Bräuche, die zusätzliche Glücksbringer ins Spiel bringen, wie das Tragen roter Unterwäsche – kein Witz! Rot soll Liebe und Glück bringen. Also, Deutsche: Vielleicht mal ausprobieren?
Deutschland am 1. Januar: Katerfrühstück, Netflix und der Versuch, die Vorsätze nicht schon nach zwei Stunden zu brechen. „Mehr Sport“ klingt auf dem Sofa dann doch irgendwie anstrengend.
Spanien? Hier wird der Tag oft mit einem großen Mittagessen zelebriert. Manche Städte haben Paraden, und generell ist alles ein bisschen lebendiger. Vorsätze? Vielleicht, aber erst mal gibt’s Dessert.
Silvester ist in beiden Ländern eine soziale Angelegenheit, aber der Fokus liegt unterschiedlich.
In Deutschland verbringt man den Abend oft mit Freunden. Ob Hausparty, Club oder gemütliches Beisammensein – Hauptsache, die Stimmung passt. Die Familie hat ihren großen Auftritt an Weihnachten, daher bleibt sie an Silvester oft außen vor.
In Spanien ist das anders. Hier beginnt der Abend traditionell mit einem großen Familienessen. Erst nach Mitternacht zieht die jüngere Generation los, um mit Freunden weiterzufeiern. In Städten wie Madrid oder Barcelona füllen sich die Straßen und Plätze, und die Party geht bis in die frühen Morgenstunden.
Der 1. Januar in Deutschland? Kaffee, Aspirin und die Frage, warum man eigentlich schon wieder so viel gegessen hat. Der Tag ist geprägt von Katerstimmung, Vorsatzüberlegungen und dem Versuch, den Müll vom Feuerwerk zu entsorgen.
In Spanien hingegen gibt es oft große Paraden oder andere Veranstaltungen, die den Neujahrstag zu etwas Besonderem machen. Außerdem trifft sich die Familie häufig zu einem weiteren ausgiebigen Essen – quasi als offizieller Start ins neue Jahr. Vorsätze? Vielleicht später, erstmal Dessert!
Am Ende des Tages haben beide Länder ihren eigenen Charme. Warum also nicht die besten Elemente kombinieren? Raclette UND Meeresfrüchte, Feuerwerk UND 12 Trauben, Freunde UND Familie – klingt nach dem ultimativen Silvester, oder?
Egal, wo du feierst: Wichtig ist, dass du Spaß hast, mit den Menschen, die dir wichtig sind. Und wenn du nächstes Jahr Lust hast, etwas Neues auszuprobieren, warum nicht mal Silvester in Spanien verbringen? Oder die spanischen Traditionen nach Deutschland bringen? Trauben im Supermarkt gibt’s ja auch hier. Für Infos rund um das Leben im Ausland findest du hier Kostenvergleich: Deutschland vs. Spanien – Wo lebt es sich günstiger?
Wir hoffen, diese Tipps helfen dir, deinen Auswanderer-Alltag noch besser zu meistern! Hast du eigene Erfahrungen oder weitere Empfehlungen zum Thema Auswandern? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar! Teile diesen Beitrag mit anderen, die von den Tipps profitieren könnten, und bleib dran für mehr Inspirationen aus dem Leben als Auswanderer.
Deine Steffi & Marius
Wir sind zwei deutsche Auswanderer und auf emigres-life nehmen wir Dich mit auf unsere Reise in ein neues Leben.
In unserem Projekt schwingt das Pendel meist in Richtung stressig oder chaotisch und weniger in Richtung tiefenentspannt.
Wenn du also wissen willst, in welches Fettnäpfchen wir als nächstes treten oder welche Hürden vor uns liegen und wie wir sie überwinden, dann bleib dran.
» Pfandsystem in Spanien: Ein Schritt in eine nachhaltigere Zukunft
« Weihnachten in Spanien vs. Deutschland: Traditionen im Vergleich